O.D.N.I. / U.D.O. (Objet Domestique Non Identifié / Unidentified Domestic Object) – DE

group show
curated by Sandrine Wymann
La Kunsthalle
Mulhouse – FR

Axel Gouala ist in zwei Kulturen aufgewachsen, was ihn veranlasst, die Dinge aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die harmlosen Gegenstände, die er in der Ausstellung zeigt, werden sowohl aus ihrem Anwendungskontext herausgelöst als auch aus ihrem üblichen Rahmen. Bei diesen Objektinstallationen wird dem Betrachter klar, inwieweit unser Verstand einen Gegenstand mit einer bestimmten Welt verbindet und inwiefern diese Zuordnung brüchig und oberflächlich ist.

 

Indem er die Gegenstände isoliert, leicht umfunktioniert oder anders assoziiert, öffnet Axel Gouala neue Perspektiven, lässt neue Welten erahnen, in denen Arbeit und Reise sich verbinden, bürgerliche und exotische Klischees miteinander verfließen, ethnische Motive und unpersönliche Gegenstände austausch bar werden. Für die UHO bringt er eine Palme oder einen Bürostuhl in Zusammenhang mit Materialien, die ihnen a priori fremd sind, und regt dadurch neue Erzählweisen an.

  Sandrine Wymann

La Kunsthalle
Centre d’Art, Mulhouse
2018

Artline – EN

kunstmagazine
Jahresausstellungen

« In my serie of work Le Grand Tour / Totem-Voyages I am trying to bring romanticism back in the fitness room, to make Dresden closer to Miami, to use any object with wheels to really move. Some pieces are inspired by personal story, other not. I am interested by our spaces of work and leisure that are everywhere and nowhere : a palm tree or an office chair belong to two stereotypic places.

 

They could be in any country and are two icons of a global world. Each one need the other to exist : we accept to suffer at work to go in holidays. Work is where space and time are controlled by rules, holidays is supposed to be the opposite. I am merging this two ruled spaces creating new lives for these objects, giving them a second chance to be better. »

  Regionale 19

Kunsthalle Basel, La Kunsthalle Mulhouse,
— Stapflehus – Städtsiche Galerie Weil am Rhein
2018

Artline – DE

kunstmagazine
Jahresausstellungen

« In meiner Serie „Le Grand Tour/Totem-Voyages” versuche ich den Romantizismus in den Fitnessraum zurückzubringen und Dresden näher an Miami zu führen, um wirklich alle Objekte mit Rädern zu bewegen. Manche Arbeiten haben einen persönlichen Bezug, andere nicht. Mich interessieren Arbeits- und Freizeitbereiche, die heute überall und nirgends sind: eine Palme oder ein Bürostuhl gehören zu zwei stereotypischen Orten.

 

Man kann sie genau so überall finden, sie sind Ikonen einer globalisierten Welt. Sie brauchen einander, um zu existieren: wir nehmen in Kauf, bei der Arbeit zu leiden, um danach in Urlaub fahren zu können. Arbeit bedeutet, dasss Raum und Zeit durch Regeln kontrolliert werden, Ferien sollen das Gegenteil sein. Ich vermische diese durch Regeln bestimmten Bereiche und gebe den Objekten ein neues Leben. Ich gebe ihnen eine zweite Chance für ein besseres Leben. »

  Regionale 19

Kunsthalle Basel, La Kunsthalle Mulhouse,
— Stapflehus – Städtsiche Galerie Weil am Rhein
2018

A Tooth for an Eye – EN

group show
curated by Elena Filipovic, Renate Wagner, Claudio Vogt
Kunsthalle de Bâle
Bâle – CH

Our bodies have a lot to be and do. They are biological battlegrounds, projection surfaces for fantasies, loci of individuality, and sites of political and social contention—manipulated, transformed, and increasingly commercialized. Despite their vulnerabilities, bodies are a kind of personal ur-architecture, structuring so much of how we experience the world, all while acting as powerful tools to mold the world in turn. The exhibition A Tooth for an Eye focuses on the representational outsides and the inscrutable insides of bodies, the dependencies they have

 

(on other bodies as much as on supplemental objects) and the mutational possibilities open to them. The featured works dissolve the body into smoke, partition it into pieces, reveal the limits of its control, and examine the traces it builds and leaves behind. Like a body, the exhibition is not a stable entity, but transforms from room to room as visitors encounter works by sixteen artists from different generations working around the body—conceptually, archaeologically, experimentally, sensually, expressionistically.

  A Tooth for an Eye

Kunsthalle de Bâle
2018

A Tooth for an Eye – DE

group show
curated by Elena Filipovic, Renate Wagner, Claudio Vogt
Kunsthalle de Bâle
Bâle – CH

Unsere Körper müssen viel sein und viel tun. Sie sind biologische Schlachtfelder, Projektionsflächen für Fantasien, Orte der Individualität und Schauplätze politischer und sozialer Auseinandersetzung – manipuliert, transformiert, und zunehmend kommerzialisiert. Trotz ihrer Verwundbarkeit sind Körper eine Art personalisierte Ur-Architektur und bestimmen mit, wie wir unsere Welt wahrnehmen. Im Gegenzug agieren sie als wirkungsvolle Werkzeuge, um die Welt nach ihrem Willen zu formen. Die Ausstellung A Tooth for an Eye konzentriert sich auf das repräsentative Äussere und das unergründliche Innere von Körpern sowie auf die Abhängigkeiten, in denen sie sich bewegen

 

(zu anderen Körpern als auch zu sie umgebenden Objekten), und auf die Veränderungsmöglichkeiten, die ihnen offen stehen. Die gezeigten Arbeiten lösen den Körper in Rauch auf, teilen ihn in Stücke, legen die Grenzen seiner Kontrollierbarkeit offen und untersuchen die Spuren, die er produziert und zurücklässt. Wie ein Körper ist auch die Ausstellung selbst keine beständige Einheit, sondern sie verändert sich von Raum zu Raum in der Begegnung mit den einzelnen Werken von sechzehn Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Generationen, deren Schaffen den Körper und sein Umfeld verhandeln: konzeptionell, archäologisch, experimentell, sinnlich, expressionistisch.

  A Tooth for an Eye

Kunsthalle de Bâle
2018

Klischee / CLICHE – DE

group show
curated by Lucie Freynhagen
Alte Feuerwache Galerie, Kunstverein
Dresden – DE

Es wird hart! Klischees, Vorurteile und Stereotypen vereinigt euch! Die Jahresendausstellung der Galerie der Alten Feuerwache Loschwitz freut sich 24 Künstler*Innen zu präsentieren, die das was man gern vermeidet, umschifft und dem man definitiv niemals entsprechen will, einmal richtig unter die Lupe zu nehmen. Denn so schrecklich sie sind, so aufklärerisch, entsprechend und herausfordernd können sie sein. Klischees. Sie lassen sich in allen Lebensbereichen wiederfinden und keiner und nichts wird ausgelassen, bei der Rasterfahndung des Schubladendenkens. Aber weil Ausnahmen gerade die Regel bestätigen, ist an dieser Stelle die zeitgenössische Kunst genau die Richtige und eignet sich

 

hervorragend zur Thesenbildung! Der Künstler mit seinem übermächtigen Zeigefinger vermag humorös, oder auch ganz sachlich, Wunden und Übersehenes treffend ins Licht zu rücken, sich klassische Vorstellung zu nutzen zu machen, spielt gern mit, oder führt vor, legt aus, überträgt und entwickelt eigenmächtig Ideen von Wirklichkeit, die von haltlos bis passend, letztendlich eine Reflexion der Umstände, befördern. All das ist spannend und aus unserer Sicht ganz wichtig und wir freuen uns Ihnen im Rahmen der Ausstellung Klischee/CLICHE vom 1.12.-17.12.2018 verschiedenste Ideen und Ansätze, die sich künstlerisch mit diesem Thema auf ganz eigene Weise auseinandersetzen, präsentieren zu dürfen.

  A Tooth for an Eye

Kunsthalle de Bâle
2018

 

Eternal Application – DE

Die Spielwiese kultureller Applikationen ist groß und reicht von kommerziellen, wie (angeblich, weil oberflächlich denn ausschließlich ästhetisch Position-beziehend) politischen Absichten, historischen Besetzungen und gesellschaftlich allgemein angenommenen Wahrheiten, die mittels ästhetischer Übertragung symbolischer Bedeutungen,vielseitig und globale Anwendung finden. Das Spiel mit Kombinationen verschiedener kultureller Verweise und Versatzstücke ist aber auch als künstlerische Praxis ein Dauerbrenner, der als Angriff auf Deutungshoheiten fungiert und sich zum umdeuten und dekodieren von kulturellen, gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen fabelhaft anwenden lässt. Den Reiz bildet neben der inhaltlichen Selbstermächtigung des Künstlers, die gedankliche Befreiung von Kontexten, die in künstlerischen Arbeiten zu absurden wie auch aufklärerischen Möglichkeiten führen kann.

 

Unter dem Ausstellungstitel eternal applications finden sich 4 zeitgenössisch arbeitende Medienkünstler aus Deutschland, Frankreich und der Niederlande zusammen, die mit kontextuellen Fokus auf der Spielwiese kultureller, gesellschaftlicher und historischer Aneignung und Praxis agieren. Eternal soll hier auf das schier unzählbare Angebot des kulturellen Vokabulars verweisen, dessen Sie sich künstlerisch bedienen und mit application die manigfaltigen Übersetzungsqualitäten zusammen geführt, die neben der aufgesetzten Applikation, die Bewerbung um Inhalte, genauso wie das Mittel, den Auftrag und die Verwendung beinhalten.

Wie bei einem Power Clash führen ästhetische Kombination symbolisch aufgeladener Mittel zu Kontext erweiternden Neudefinitionen und somit zur Destabilisierung von Deutungshoheiten.

  Lucie Freynhagen

artist & curator
C.Rockefeller Center,
Dresden – DE

Eternal Application – EN

The playground of cultural applications is large and includes commercial, such as (allegedly because exclusively aesthetically position-referential) political intentions, historical occupations and socially generally accepted truths. The combination of various cultural references and set pieces is also a long-running artistic practice. In addition to the artist’s self-empowerment of content, as an attack on the sovereignty of interpretation, the appeal of this practice lies in the mental liberation from supposedly fixed contexts, which can lead to absurd and enlightening possibilities through the artistic application of cultural applications.

 

Under the exhibition title eternal applications, four contemporary media artists from Germany, France and the Netherlands come together to present their works in context and aesthetics on this playground. Eternal refers here to the almost infinite offer of cultural vocabulary, which the artists make use of. With application the manifold translation quality into german language is brought together, which in addition to the applied application (Applikation), includes the canditature (Bewerbung) for content, as well as the means (Mittel), the assignment (Auftrag) and the use (Verwendung), as it were.

  Lucie Freynhagen

artist & curator
C.Rockefeller Center,
Dresden – DE

Per la Stessa Raggione del Viaggio – IT

Per la stessa ragione del viaggio può risultare un titolo minimizzante rispetto le diverse sfaccettature di chi quel viaggio lo intraprende. L’intento, però, non è quello di porre gerarchie di fronte il movimento, ma di sovvertire la narrazione dominante che vede negli intenti insiti della migrazione una legittimità o un illecito. Ma le gerarchie esistono e vanno svelate. Le frontiere si sono diversificate e hanno preso forma nel corso della storia rappresentando rapporti di forza e di dominio. Di fronte linee amministrative inesistenti, egemonie e poteri si sono stanziate in maniera coercitiva, offensiva, repressiva e violenta creando domini economici e sfruttamenti territoriali  Di quei territori ne vennero fatti linee di demarcazione, stati, imperi e presunte supremazie culturali. Barriere. Confini. Le frontiere non esprimono una mera divisione tra stati, ma il potere politico in rapporto allo spazio.

Gli spazi di potere e di controllo non si arrestano di fronte l’esercizio di inclusione o esclusione negli spazi frontalieri, ma si moltiplicano e si diversificano all’interno dello spazio stesso attraverso ingranaggi amministrativi, dinamiche culturali respingenti, morfologie sociali piramidali..

Attraversano i corpi , gli intenti.  In questo scenario, vediamo sorgere diverse possibilità di inclusione: passaporti nazionalisticamente “vantaggiosi”, poteri

 

e affari economici, relazioni di parentela con Paesi considerati autorevoli, utilità intellettuali o, d’altra parte, vulnerabilità, capacità di integrazione con il paese ospitante, rottura con le proprie abitudini culture e costumi, docilità.

Il concetto di privilegio si innesta in modo aggressivo e smaschera chi quel determinato luogo è legittimato ad attraversarlo e a viverlo e chi, invece, ne rimane escluso. La violenza sistemica in rapporto al controllo, al filtraggio dei flussi e alla libertà di movimento rimane spesso invisibilizzata e viene assimilata da molti come legittima procedura amministrativa, essenziale per il contenimento degli spostamenti.

Per la stessa ragione del viaggio non intende avere la presunzione di descrivere un fenomeno complesso e articolato identificabile con terminologie serrate.

Cerca piuttosto di rappresentarlo da una precisa angolazione, evidenziando gli aspetti esclusivi e escludenti, narrandolo talvolta in prima persona o attraverso una poetica esterna.

In questa esposizione collettiva le opere si intrecciano originando una pluralità di immagini, tessendo voci silenziate, cercando un immaginario diverso da quello esistente.

  Francesca

Matrice Aperte,
Spazio Vittorio Arrigoni
Brescia – IT

Axel Gouala – EN

Sculpture, drawing and engraving are the fields in which Axel Gouala experiments the modes through which, from the space things move further apart, are dug and excavated, widen, branched out, densified or deepened. These operations tenaciously reiterated are made in most cases from the elementary nature’s samples : water – waves – and earth – mountains. […] The wave is not in the sea; the mountain is not in the range. Also, the «natural» sets, spontaneously unified by our sight, are not in the vast space of the world. In other words, the space is not a container receiving its content, but it opens up to the order of what is near and what is distant, to the measure of distance and size.

 

When, for example, Axel Gouala, thwarts the hierarchical logic of the elevation by putting at ground level the powerful movement of the growth (Column); or still, when, he juxtaposes the slow growth of the bone to the very ephemeral growth of a wave in a spatial impact (Onda / bone), he shows a space being built. As his work shows in different ways, the spatial coordinates are given from a ges- ture, which is both plastic and mental. This gesture shows, but also executes, that a landscape comes from a body. It does not master the construction, but its singular commitment decides on the landscape orientation.

  Sandrine Israel-Jost

Lecturer in Art, Philosophy
HEAR Strasbourg – FR

Inner than the Bone – EN

« We have outgrown ornament: we have fought our way through to freedom from ornament, » the purist architect Adolf Loos wrote in the late 1920s. « Invention of new ornaments is unable to pleasure a cultural man. » But unlike Loos, the ornament doesn’t bother Axel Gouala. You could even say it brings him so much pleasure, that he is engaged with it throughout his oeuvre.

Gouala understands ornament mainly as a fragment of a whole: a neglected detail of a Baroque sculpture, plunged down under layers of more significant elements; acanthus leaves made unimportant by the monumentality of a Corinthian column; a single wave among thousands of other similar ones amidst a stormy sea or a mountain towering over the empty horizon. Gouala notices the neglected ornament, emancipates it, passing on from ornaments in the natural world to the ones in the world of art. He gives them space, lets them talk and vacates the scene for them. He gains independence for the ornament, saying: you yourself can be a sculpture if you dare! And thus, less than a hundred years after the opening

 

words of this text were spoken, instead of yearning for the destruction of ornament, Gouala is longing for its rebirth: « Nature creates random shapes, but some of them are special, worthy of representation. Animals, plants and elements remind us of something from our distant past, something that deeply and in a primitive way connects with the ground, and that fascinates me. »

Loos considered ornament to be obsolete and was refusing to look into the past. He was trying to find accurate morphology of shapes actual for the time being. Gouala, perhaps in opposition to him, goes back down into history of the ornament, searching, remodeling, making it visible.

« The man of today uses or discards ornaments of old or exotic cultures as he sees fit. He concentrates his ingenuity and ability for higher things”, says Loos, and I think that they might understand each other in some ways.

 

  Zuzana Jakalovà

Curator at Meetfactory
Kotska Gallery
Prague, Czech Republic

Axel Gouala – IT

Nelle opere di Axel Gouala (sculture, disegni, installazioni, stampe) una certa nostalgia, o meglio la temperie di climi culturali sette-ottocenteschi e, con un balzo ancora indietro, persino autenticamente classici si fonde a una ricerca sui materiali contemporanei, che dà alle sue invenzioni qualcosa dell’ibrido. Mattoni, polistirolo, gesso, ferro, ma anche marmo, disegnano un universo in cui l’interrogativo è ancora una volta il posto dell’uomo nel mondo e nella Natura. In che posizione si pone il gesto dell’uomo rispetto alla sua, e del mondo, Matrice? Aldilà della Mimesis si tratta proprio di una ricreazione, in cui l’elemento grafico, mai fine a sé stesso, sottolinea lo slancio vitalissimo che unisce il gesto dello scultore e del disegnatore ai grandi movimenti della Natura. Come il propagarsi di un’onda, come il disegno conservato da antichi movimenti tellurici in una roccia, é l’unità del mondo naturale che Axel evoca tramite materiali invece il più possibile artificiali, e l’identità della vita sotto le differenti sue forme.

 

Il suo è un tributo alla Natura insomma e allo slancio vitale, sorta di Streben romantico dei nostri giorni, con quel tanto di inevitabile dubbio e disillusione che é la cifra della nostra contemporaneità. Ma Axel Gouala non rinuncia al sogno. Questo universo complesso, in qualche modo titanico, di forze che si misurano, é sempre unificato dal disegno come pratica centrale e sottesa anche alla scultura, che é disegno nello spazio. Frammenti di un cosmo che spinge urgente verso uno sbocco, un’elevazione, una fioritura le opere di Axel Gouala hanno spesso una parentela con gli elementi del mobilio, le cui ortogonali contrastano ed esaltano le linee curve sopra evocate dal dispiegarsi dell’energia primigenia. Il mobilio come dimensione simile all’umano, si pone come metro di comparazione di fenomeni che restano nella loro essenza fantastica e dirompente al di fuori del nostro addomesticamento.

Roma, 22 ottobre 2015

  Valeria Carrieri